Pegelstand mit der Seekarte abgleichen

  • Redaktion Charter Schulz
  • 18. März 2022

Auf Seekarten sind die unterschiedlichen Tiefen des Gewässers farblich gekennzeichnet.  Je dunkler die Farbe ist, desto flacher ist der gekennzeichnete Bereich. Die angegebenen Tiefenangaben müssen trotz allem an die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden.

Darum sollten Sie Pegelstände im Auge behalten!
Pegelstand mit der Seekarte abgleichen

In unserem Beispiel sehen Sie einen Auszug der Navionics-Karte mit Sicht auf den Warener Hafen. Dort ist eine deutliche Untiefe zu sehen die auch als „Warener Berg“ beschrieben ist. Die roten Tonnen führen direkt um die Untiefe herum, aber wenn man die Tiefenangaben genauer betrachtet, ist zu erkennen, dass man mit einem Boot, welches einen Tiefgang von ca. 1,2 m hat, besser größeren Abstand zu den Tonnen haben sollte, da die tatsächliche Wassertiefe niedriger sein kann!

Pegelstand mit der Seekarte abgleichen

Gehen Sie auf „Karte“ mit den Bedienfeldern am linken Rand der Karte können Sie in den gewünschten Bereich zoomen. Kleine farbige Punkte auf der Karte zeigen Ihnen die verschiedenen Messpunkte.  Im Beispiel von Waren (Müritz) sehen Sie einen mittleren Wasserpegels (MW) von 182 cm.

Im Beispiel haben wir jetzt eine Differenz zum normalen Pegel.

Auf der Seekarte: 197 cm
Tagesaktueller Pegel: 182 cm
Differenz: -15 cm

Pegelstand mit der Seekarte abgleichen

Das heißt Sie müssen bei allen Tiefenangaben im
betroffenen Gebiet ca. 15 cm abziehen um den aktuellen und korrekten Wasserstand zu haben. Behalten Sie immer den Überblick! Wie auch auf der Straße können auf dem Wasser unerwartete Hindernisse auftauchen. Unklare Objekte oder herausragende Gegenstände müssen in jedem Fall weiträumig umfahren werden.

Beispiel eines tagesaktuellenWasserstands:

statt 1,30 m laut Karte
jetzt 1,04 m tatsächlich (laut pegelonline)
Beispiel-Tiefgang vom Boot: 1,20 m

Dieser Bereich dürfte nicht befahren werden